Neuer Trainer am Start

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Seit kurzem kann sich Stephan Vallata jetzt Trainer nennen. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung zum C-Trainer wird er jetzt Trainingsbereiche im Jugend, Hobby und Freizeitbereich übernehmen. Um einen Einblick in den Verlauf und den persönlichen Erfahrungen zu geben hier ein kleiner Bericht. Wir wünschen Stephan viel Erfolg und Spaß bei der Ausübung seiner neuen Aufgabe.
Unser“ neuer Trainer Stephan Vallata berichtet von seiner Teilnahme zum C-Trainer beim BLV NRW.
"Vor der malerischen Kulisse der Landesturnschule Schloss Oberwerries im westfälischen Hamm nahm die C-Trainer-Ausbildung über Ostern 2011 ihren Anfang. Während des siebentägigen Grundkurses standen Themen wie Grundlagen der Schlag- und Lauftechnik, methodische Vermittlungsmodelle, physiologische Vorgänge, Materialkunde und der Aufbau von Trainingseinheiten auf dem Programm. Täglich von 9.30 Uhr bis 21 Uhr – nur unterbrochen von ausführlichen Mahlzeiten – machten sich die knapp 25 Teilnehmer aus ganz NRW in der nahen Sporthalle mit der der praktischen Trainerarbeit vertraut oder büffelten in den Seminarräumen theoretische Inhalte.

Versierte Dozenten des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen – darunter Martin Knupp,
Björn Bennefeld, Ulli Schaaf und Daniel Stark – gestalteten den Lehrgang, gaben Ratschläge und waren
Ansprechpartner für alle möglichen Anliegen der Teilnehmer. So manch einer hatte sich den Weg zum
Trainerschein wohl einfacher vorgestellt, war das Lernpensum doch kein Zuckerschlecken. Da geteiltes
Leid halbes Leid ist, entwickelten sich schnell freundschaftliche Bande zwischen den Teilnehmern, die wohl
auch in Zukunft Bestand haben werden.

Mit der Zwischenprüfung Anfang Mai war die „Halbzeit“ der Ausbildung erreicht. In den folgenden Monaten
galt es, den Aufbaukurs zu absolvieren, der insgesamt vier Wochenenden umfasste und im Haus des Sports
in Mülheim a. R. stattfand. Die Lehrinhalte wurden zunehmend komplexer: Rechts-, Steuer- und
Versicherungsfragen, die organisatorische Abwicklung des Spielbetriebs aus Vereinssicht und die
Talententwicklung waren ebenso Bestandteil des Stundenplans wie spieltaktisches Basishandeln im Doppel
bzw. Mixed, Trainingssteuerung, -planung und -periodisierung sowie Übungen zur Gruppenansprache.

Der Tag der Wahrheit nahte am 10. September mit der Abschlussprüfung: Wer zukünftig als Trainer in seinem
oder ihrem Heimatverein tätig werden wollte, musste Klausur, Lehrprobe und Technik-Demonstration bestehen.
Die Prüfer beobachteten buchstäblich jeden Schritt der Traineranwärter mit Argusaugen, die nur selten einmal
zugedrückt wurden. Eine zusätzliche Aufgabe der Teilnehmer bestand darin, in ihrem Heimatverein ein Projekt
zu organisieren und zu dokumentierten. Die schriftliche Auswertung musste am Prüfungstag vorliegen. Auch
ohne einen Erste-Hilfe-Schein gab es keine Trainer-Lizenz. Am Ende waren die meisten geschafft, aber
glücklich, bestanden zu haben.

Info:
Die C-Trainer-Ausbildung ist die erste Lizenzstufe, die man über den Badminton-Landesverband NRW erwerben
kann. Der Gesamtlehrgang umfasst 140 Stunden und ist in einen siebentägigen Grundkurs und einen vier
Wochenenden umfassenden Aufbaukurs eingebettet. Die Teile können verteilt auf zwei Jahre, aber auch direkt
hintereinander absolviert werden.

Was war am schwierigsten?
Eigene Technik-Defizite abzubauen und sich selbst neu zu „programmieren“, um eingeschliffene Fehlerbilder
zu überschreiben

Was hat besonders Spaß gemacht?
Mit anderen Badminton-Verrückten in der Gemeinschaft eine ganze Menge über den faszinierendsten Sport
der Welt zu lernen – praktisch und theoretisch.

Was war absolut neu für mich?
Fachbegriffe wie Pronation, Supination oder Superkompensation.

Was nehme ich mir vor?
Meiner Trainingsgruppe viele richtige und keine falschen Dinge beizubringen. Mich weiter als Trainer qualifizieren,
irgendwann die nächste Lizenzstufe (Cplus) erwerben.

Welche Aufgaben möchte ich im Verein übernehmen?
Training geben im Jugend- und Hobbybereich. Und selber noch ein bisschen spielen."